An Karfreitag essen Christen vielerorts Fisch. Der Fisch ist eines der ältesten Symbole, mit dem sich Christen zu erkennen geben. Das deutsche Wort «Fisch» heisst auf Griechisch «Ichthys». Das sind die Anfangsbuchstaben von «Iesos Christos Theou Yios Soter», was auf Deutsch: «Jesus Christus, Gottes Sohn, Retter» bedeutet. Zudem ist es christliche Tradition, dass an Fastentagen generell auf Fleisch, welche als «Tiere des Himmels und der Erde» bezeichnet wurden, verzichtet wird. Und zur Erinnerung an Karfreitag essen Christen kein teures Fleisch und bevorzugen stattdessen Fisch, der nicht als Fleisch zählt und früher zudem billiger war.

Bräuche von Karfreitag
Bräuche von Karfreitag

Karfreitag wird mindestens seit dem zweiten Jahrhundert gefeiert. Er gilt bis heute in der katholischen Kirche als strenger Fastentag. Gläubige, die älter als 14 Jahre sind, sollen an diesem Tag kein Fleisch zu sich nehmen. Katholiken zwischen 18 und 60 Jahren ist am Karfreitag nur eine einzige Mahlzeit erlaubt. Ursprünglich durfte man an diesem Tag überhaupt nichts essen oder trinken.

(Quelle: Theology.de)

… nicht nur in der Schweiz:

Karfreitags-Ei:

Es heisst, ein Ei, das am Karfreitag gelegt wird, könne nicht verderben. Und wenn man dieses unter der Türschwelle oder in der Nähe des Herdes aufbewahre, könne nichts schief gehen.
Der Freitag galt – wegen Karfreitag – als Unglückstag («Freitag, der 13.» ist die Steigerung des Unglücks); vermutlich auch deshalb, weil er in der germanischen Tradition der Liebes- und Fruchtbarkeitsgöttin Freya gewidmet war (römisch: Venus-Tag).(Quelle: zh-kirchenspots.ch)

Fastenspeisen:

Folgende Speisen kommen freitags auf den Tisch (ursprünglich auch mittwochs; in protestantischen Gegenden auch samstags!):Frucht- und Gemüse-Wähe; Spinat (grün wegen „Grün“-Donnerstag!) mit Spiegeleiern; Fisch mit Kartoffeln; Kartoffelsuppe; Käsesuppe; Dickmilch; Mehlspeisen; Teigwaren. Im Jahr 1456 hatte Papst Calixtus III. den Eidgenossen erlaubt, in der Fastenzeit auch Milchprodukte zu essen. Heute vermutlich weniger anzutreffen, früher aber auch auf dem Speiseplan zu finden: Frösche und Schnecken

(Quelle: zh-kirchenspots.ch)

Im Kanton Wallis (Schweiz) hat sich an Karfreitag ein alter Brauch erhalten, bei dem Kinder mit grossen hölzernen Rällen oder Rätschen auf das Leiden Jesu aufmerksam machen. In Simplon Dorf wird dieser Brauch besonders stark gepflegt.

(Quelle: videoportal.sf.tv)

An Karfreitag schweigen die Kirchenglocken. Der Überlieferung nach fliegen sie nach Rom und kehren erst in der Osternacht zurück. In der Evangelischen Kirche ist der Karfreitag der höchste Feiertag. Es werden die grossen Passionen aufgeführt. Um 15 Uhr ist es ganz still. Dies soll die Todesstunde Jesu sein. (Quelle: ostern-osterhase.com )

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Radio Life Channel: Thema Karfreitag im Radio
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Karfreitag.ch – überarbeitet am 28.3.2019 (ar)