Die Kreuzigung von Jesus Christus

Seine Gegner nannten Jesus einen Gotteslästerer und wollten ihn beseitigen. Die Hohenpriester und der ganze Hohe Rat suchten Zeugen, die durch Falschaussagen Jesus so belasten sollten, dass man ihn zum Tod durch Kreuzigung verurteilen konnte. Die römische Kreuzigung galt als eine der brutalsten Techniken, den Tod besonders qualvoll hinauszuzögern. Zudem wird der Gefolterte zum Ausstellungsobjekt auf diesem zum Himmel gerichteten Folterinstrument.

Pontius Pilatus gibt trotz Warnung nach

Der damalige Statthalter Pontius Pilatus kam zum Urteil, dass Jesus unschuldig sei. Und während er auf dem Richterstuhl sass, liess seine Frau ihm ausrichten: «Lass die Hände von diesem Mann, er ist unschuldig! Ich habe seinetwegen heute Nacht im Traum viel Schweres durchgemacht.» (Bibel, „Neue Genfer Übersetzung“, Matthäus 27 Vers 19). Inzwischen aber hatten die Hohenpriester und die führenden Männer des Volkes die Menschenmenge aufgewiegelt. Sie wollten Jesus unter allen Umständen ans Kreuz bringen. Pontius Pilatus wusste sich nicht mehr anders zu helfen, als nachzugeben. Indem er seine Hände vor der ganzen Menschenmenge «in Unschuld» wusch, wies er die Verantwortung für Jesu Verurteilung von sich und übertrug diese dem Volk. So wurde Jesus zusammen mit zwei Verbrechern zum Tod am Kreuz verurteilt.

Waren die Versprechungen von Jesus nur leeres Geschwätz

Grosse Hoffnungslosigkeit machte sich unter den Anhängern von Jesus breit. Die Versprechungen Jesu hatten sich in ihrem ganzen Erleben als leeres Geschwätz entpuppt! War er gar nicht der lang ersehnte versprochene Retter! Hatten sie sich masslos getäuscht? Zu diesem Zeitpunkt war ihnen nicht bewusst, dass Jesus sterben und an Ostern auferstehen musste, obwohl er ihnen das zuvor mehrfach angekündet hatte. Eine solche Vorstellung sprengte all ihre bisherigen Erfahrungen.

Die Kreuzigung von Jesus, dem Sohn Gottes, und seine Auferstehung vom Tod (an Ostern) wurde somit von einem Ereignis mit tragischem Ende zum bedeutendsten Neubeginn aller Zeiten.

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Siehe auch: Das Gebet von Jesus Christus – Halt in der Not


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