Den Sinn des Lebens finden. Ich habe oft den Eindruck, dass diese Frage mit zunehmenden Alter immer wichtiger wird. Ich erinnere mich an einen erfolgreichen Marketing Manager, der mir am Telefon erklärt hatte, dass er in der Mitte des Lebens stehe, genug Geld verdient habe und sich nun etwas Sinnvollem zuwenden möchte. Sein Ziel war es, mit einem Kleintheater Kinder zu unterhalten. Er klang am Telefon ausgelaugt und auch etwas resigniert. Sein Beispiel steht für viele Menschen, die die Lebensmitte überschritten haben. Sie suchen nach einer Tätigkeit, die ihnen Sinn gibt. Die Frage nach Lebenssinn gehört zum Menschen. Sie muss geklärt werden.

Sind des Lebens? Geboren werden, wachsen, gedeihen, vergehen ... Gibt es mehr?

Gibt es Gott?

Wir nähern uns Karfreitag, einem der höchsten christlichen Feiertage. Wohl auch einem Feiertag, an dem insbesondere die Gottesdienste der Landeskirchen stark besucht werden. Ob es mit dem geschichtlichen Hintergrund zusammenhängt? Dass Jesus Christus laut biblischen Überlieferungen an diesem Tag für die Schuld der Menschen am Kreuz starb? Ob Vergebung uns Menschen wichtig ist und wir darum den Karfreitagsgottesdienst besuchen und das Abendmahl einnehmen? Gibt es Gott überhaupt? Ist diese Geschichte nicht einfach etwas fürs Gemüt? Ein Märchen, das uns Verantwortung abnimmt? Gibt es Gott wirklich? Ohne Wenn und Aber – diese Frage ist berechtigt und soll ernst genommen werden.

Gibt es ihn nicht – was verlieren wir? Verlieren wir überhaupt etwas? Was ändert sich? Ungewissheit kann ganz schön stressen. Warum sich um etwas kümmern, das nicht (be)greifbar ist? Nun könnte man sagen: kein Gott = Entspannung. Wir müssten uns nichts und niemandem gegenüber rechtfertigen. Bedeutet kein Gott totale Freiheit? Geht das überhaupt in einer Gesellschaft, in der Raum enger wird und verschiedene Kulturen aufeinander prallen? Die Sonne scheint über alle Menschen. Von ihr leben und profitieren wir alle. Sollte es mit Gott anders sein?

Was ist, wenn es ihn gibt? Dann tragen wir eine grosse Verantwortung. Nicht nur für unser eigenes Handeln, sondern auch für den Umgang mit unseren Mitmenschen. Der Mensch ist laut Individualpsychologie ein soziales Wesen. Wir brauchen einander. Gott führt im Grunde genommen auch zusammen – «scheint» über allen Menschen – auch wenn es nicht immer so wirkt (wohl eine Frage der jeweiligen Auslegung …). Verantwortung gegenüber Gott bedeutet, das eigene Handeln zu reflektieren und sich als wirksamer Teil der Gesellschaft bewusst zu sein. Das wäre das Ziel. Mit Aussicht weit übers Lebensende hinaus.

Sinn des Lebens, am richtigen Ort sein und seine Begabungen einsetzen

Was ist der Sinn des Lebens?

Was ist der Sinn des Lebens? Die Geschehnisse von Karfreitag fordern uns jährlich auf, darüber nachzudenken. Da ist etwas geschehen. Wegen uns und für uns. Auch wenn es uns oft zu wenig bewusst oder wenn es so weit weg ist – die Gründe können einem sehr nahe gehen. Modern ausgedrückt würde man wohl sagen, Gott ist für unser Verhalten gestorben. Wir sind fehlbar. Das streiten wir gar nicht ab. Doch dafür jemand sterben zu lassen? Das klingt so fremd, so absurd. Unvorstellbar! War das nicht eine andere Kultur, eine andere Zeit? Haben wir denn diesen Jesus gebeten, für uns zu sterben? Fragen über Fragen. Und was hat das mit dem Sinn des Lebens zu tun?

Es geht dabei um eine Welt, die anders ist als die unsrige. In der Gott nicht irgendein Mythos ist oder ein unsichtbares Etwas. Es geht um ein Leben nach dem Tod. Um das Wissen oder den Glauben, wohin man kommen kann. Kann? Genau. Andere Menschen, andere Sitten. Ein bekannter Spruch. Ich erlaube mir, ihn etwas anzupassen: Andere Welten, andere Regeln. Um in diese neue Welt zu gelangen, braucht es eine persönliche Beziehung zum Inhaber. Und der Schlüssel dazu ist Christus. Wer sucht, soll finden. Karfreitag lädt uns einmal mehr dazu ein.

Mehr Infos zum Thema «Was ist der Sinn des Lebens», finden sich auf der Webseite von Lifechannel.ch. Dort existiert ein ganzes Dossier mit Radio-Sendungen.

Tipp:

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